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Informationen
für Ärzte
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Ausgewählte Erkrankungen: Phäochromozytom
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Phäochromozytom Phäochromozytome
stammen von den chromaffinen Zellen im Nebennierenmark ab. Sie werden
aufgrund ihrer Beziehung zu den Paraganglien als Paragangliome bezeichnet.
Extraadrenale Paragangliome oder Phäochromozytome lassen sich aber
prinzipiell überall dort finden, wo sympathisches Nervengewebe vorhanden
ist. Die Inzidenz
beträgt ca. 2 pro 1 Mio. Einwohner und Jahr. Diese Angaben sind
allerdings wahrscheinlich zu niedrig, da Phäochromozytome häufig der
Diagnostik entgehen. Autopsiestudien zeigen eine 5mal höhere Inzidenz von
dieses Tumors.
Assoziierte
endokrine Erkrankungen
Der Vorläufer
für die biogenen Amine ist die Aminosäure Tyrosin, die durch das Enzym
Tyrosinhydroxylase zu Dopa transformiert wird. Aus Dopa wird durch
Transformation Dopamin und Noradrenalin gebildet, welches in intrazellulären
Granula gespeichert ist. Nur Tumoren des Nebennierenmarks können
Adrenalin zusammen mit Noradrenalin produzieren, da das bestimmende Enzym
cortisolabhängig ist. Extraadrenale Tumoren stellen daher nur
Noradrenalin und/oder Dopamin her. Zirka
die Hälfte der Patienten mit Phäochromozytomen haben typische Hochdruckattacken,
die oft durch physische Anstrengungen verursacht werden. Der Blutdruck
kann dabei Werte über 300 mmHg annehmen. Die Attacken dauern zwischen
5 und 10 min. Sie sind assoziiert mit Kopfschmerzen, Herzrasen, auffälliger
Blässe und Kaltschweißigkeit. Bei einem Teil der Patienten kommt
es nicht zu anfallsartigen Blutdruckkrisen, sondern es liegt eine Dauerhypertonie
vor. Typisch sind
erhöhte Katecholaminkonzentrationen im Urin. Als sensitivster Parameter
hat sich die Metanephrinausscheidung im 24h-Sammelurin erwiesen. Dennoch
sollten auch Adrenalin, Noradrenalin und Normetanephrin bestimmt werden.
Die diagnostische Aussagekraft wird ggf. durch die Wiederholung der Untersuchung
erhöht. Die Serumkatecholamine sind sehr empfindliche Parameter,
die leicht durch eine nicht korrekte Blutabnahmetechnik verfälscht werden
können. Als besonders
geeignetes bildgebendes Verfahren ist die MIBG-Szintigraphie zu nennen,
die eine für das Phäochromozytom hochspezifische Untersuchung ist und
ca. 80-90 % aller Phäochromozytome darstellt. CT-Bild eines
großen Phäochromozytoms der linken Nebenniere. Ist die Diagnose
biochemisch gestellt, sollte vor einer operativen Behandlung eine Vorbehandlung
mit Alphablockern erfolgen. Hierzu wird gewöhnlich Phenoxybenzamin eingesetzt. Phäochromozytome
können konventionell oder endoskopisch entfernt werden. Bis zu einer Größe
von ca. 6 –8 cm ist der endoskopische Zugang das Verfahren der Wahl. Diese Diagnose
kann nur aufgrund einer lokalen Tumorinvasion oder das Nachweis von
Metastasen gestellt werden. Die Therapie
sollte chirurgisch sein. Bei nichtresektablen symptomatischen Tumoren oder
Tumormetastasen ist eine medikamentöse Langzeittherapie mit
Alpha-Blockern indiziert. Über die Behandlung mit Chemotherapeutika gibt
es bisher nur wenig Daten.
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